Migration
An seinen Fingern
zählt der Enkel
die Planeten ab.
Saturn wollen wir
bewohnen, er dient
uns auch als Karussell.
Grau und geringelt züngelt
unser Haar durchs All
wir schauen mild
zurück auf unsere enge
Heimat, halten einander
bei der Hand.
Quelle: Haymon (Hrsg.), Klaus Merz, Helios Transport, Gedichte, Auflage 2, 2016, S. 76.
____________________________________________________________________________________________________
Die Lyrikanalyse
Gedicht I
Titel des Gedichts und der Autor:
,,Migration’’geschrieben von Klaus Merz
Grafische Darstellung:
Es ist unregelmässiges Reimschema vorhanden. Das Metrum des Gedichts ist vorwiegend regelmässig bestückt mit dem Metrentyp Jambus. Es bestehen zwei Ausnahmen (Vers 5, 7 und 11). Das Gedicht ist mit einer wechselnden Kadenz bestückt.
Datum der Entstehung:
Im Jahr 2016
Stilmittel:
(Vers 1-3): ,,An seinen Fingern zählt der Enkel die Planeten ab“ (Metapher)
Datum der Entstehung:
Im Jahr 2016
Stilmittel:
(Vers 1-3): ,,An seinen Fingern zählt der Enkel die Planeten ab“ (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich überlegt, an welchen Ort er oder sie flüchten möchte, da ihm mehrere Möglichkeiten zu verfügung stehen.
(Vers 4-6): ,,Saturn wollen wir bewohnen, er dient uns auch als Karussell“
(Metapher)
Meiner Meinung nach steht Saturn für den Dreh und Angelpunkt des Lyrischen Ichs.
(Vers 7-8): ,,Grau und geringelt züngelt unser Haar durchs Land“ (Personifikation)
Damit will das lyrische Ich aus meiner Sicht andeuten, dass sie schon so lange unterwegs auf der Flucht sind, dass die Haare sogar grau wurden. Das lyrische Ich ist in all den Jahren älter geworden.
(Vers 9-10): ,,Wir schauen mild zurück auf unsere enge Heimat“ (Metapher)
Da ist gemeint, dass das das lyrische Ich und seine Freunde oder Bekannte an die von ihnen verlassene Heimat zurückschauen, welche deshalb so klein war, da vielleicht während des Krieges viele Gebiete zerstört wurden und ihre Heimat sich dadurch so verkleinert hat, dass sie kaum mehr wussten, wo sie in Sicherheit leben können.
(Vers 10-11): ,,Halter einander bei der Hand'' (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen zusammenhalten. Sie unterstützen einander und sind für einander da. Sie können ihre Sorgen und Wünsche miteinander teilen und haben ausserdem einen engen Bezug zueinander, da sie alle das gleiche durchmachen und da alle vom gleichen Schicksaal getroffen wurden.
Damit will das lyrische Ich aus meiner Sicht andeuten, dass sie schon so lange unterwegs auf der Flucht sind, dass die Haare sogar grau wurden. Das lyrische Ich ist in all den Jahren älter geworden.
(Vers 9-10): ,,Wir schauen mild zurück auf unsere enge Heimat“ (Metapher)
Da ist gemeint, dass das das lyrische Ich und seine Freunde oder Bekannte an die von ihnen verlassene Heimat zurückschauen, welche deshalb so klein war, da vielleicht während des Krieges viele Gebiete zerstört wurden und ihre Heimat sich dadurch so verkleinert hat, dass sie kaum mehr wussten, wo sie in Sicherheit leben können.
(Vers 10-11): ,,Halter einander bei der Hand'' (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen zusammenhalten. Sie unterstützen einander und sind für einander da. Sie können ihre Sorgen und Wünsche miteinander teilen und haben ausserdem einen engen Bezug zueinander, da sie alle das gleiche durchmachen und da alle vom gleichen Schicksaal getroffen wurden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen