Mittwoch, 26. April 2017

Schlusswort

Liebe Leser und Leserinnen,

nun bin ich mit viel Mühe und Zeitaufwand am Ende meines Lyrikblogs angelangt. Es hat mir sehr spass gemacht, an einem Thema so vertieft zu arbeiten. Natürlich habe ich während dem Zusammenstellen des Blogs viel neues dazugelernt aber auch gelernt schön und spannend zu schreiben damit der Besucher meinen Blog attraktiv und interessant findet. Das ein oder andere werde ich sicherlich auf meinen weiteren Lebensweg mitnehmen. Ich bin auch froh, dass wir im Deutschunterricht alle ein individuelles Thema aussuchen durften und im Rahmen des Themas nichts vorgegeben wurde.
Ich bedanke mich auch für die vielen Kommentare, welche die Schüler bei meinem Blog hinterlassen haben. Ich habe mich sehr für eure Lobe gefreut und habe die Verbesserungsvorschläge mit Freude angenommen und angewendet.

Zum Schluss möchte ich euch einen Link zeigen, wo man sehr aktuelle Flüchtlingsgedichte findet, welche ich persönlich sehr schön finde.
Falls euch das Thema Flüchtlinge interessiert, dann schaut gerne mal vorbei!

https://www.literatpro.de/gedichte/fluechtlinge

Sonst wäre es das von meiner Seite und ich verabschiede mich nun von euch. 
Vielleicht bis bald! ;)

Liebe Grüsse
Selmanita 


Montag, 24. April 2017

Hauptgedicht

Nun kommen wir zur Analyse meines Hauptgedichtes. Wie ihr bereits schon Bescheid wisst, habe ich mich für das erste Gedicht ,,Flüchtlinge'', geschrieben von Christel Ehritt, entschieden. Warum ich es gewählt habe, habe ich euch schon veranschaulicht aber weshalb ich schlussendlich beschlossen habe, dieses als Hauptgedicht zu nehmen, hat andere Gründe.
Da diese Gedicht in der Zeit der DDR verfasst und veröffentlicht wurde, habe ich mich besonders für den geschichtlichen Hintergrund dieses Gedichts interessiert. Zurzeit beschäftigen wir uns oft mit der aktuellen Flüchtlingssituation in Syrien und vergessen, dass dieses Thema ,,Flucht vor dem Vaterland'' schon viel früher aufgegriffen wurde. Somit möchte ich euch diese Flüchtlingssituation welche im Jahre 1949-1990 herrschte, näher bringen. Ich habe genau dieses Gedicht ausgewählt, da es einen spannenden Hintergrund hat, über den man viel erzählen kann und ihn gut mit dem Gedicht verbinden kann. 
Das Geschriebene finde ich sehr aussergewöhnlich und kreativ vom Autor Christel Ehritt gestaltet. Als einen anderen Grund sehe ich auch, dass ich dieses Gedicht am besten verstanden habe, da die anderen wie zum Beispiel ,,Migration'' oder ,,Heimatlos'', ziemlich schwer zu interpretieren sind. 

Flüchtlinge

Wir hatten nicht Heimweh
nach dem Haus ohne Dach,
nach dem Garten ohne Baum,
nach der Siedlung ohne Nachbarn.

Wir hatten Heimweh
nach Brot und Pellkartoffeln
nach Wasser ohne Typhus
und einen Himmel ohne Leuchtspur.

(Christel Ehritt, 1970)


Quelle: Arnold, Heinz Ludwig und Korte, Hermann (Hrsg.), Christel Ehritt, Lyrik der DDR, Frankfurt am Main 2009, S. 184.

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Analyse des Hauptgedichts 

Leider habe ich zum Autor dieses Gedichts keine Informationen gefunden und werde daher mehr im geschichtlichen Bereich bleiben und mich dort vertiefen. Da dieses Gedicht wie schon gesagt in der Zeit der DDR verfasst wurde, werde ich hier vieles über das Leben der Menschen in dieser Zeit schrieben. In den Fokus werde ich natürlich den Grund der hohen Flüchtlingsrate nehmen.
Somit wünsche euch viel Spass beim Lesen und beim Dazulernen neuer spannender Dinge.

Damit erstmal aufgeklärt ist, wer die DDR überhaupt war:

40 Jahre lang existierte die Deutsche Demokratische Republik neben der Bundesrepublik Deutschland als zweiter deutscher Staat, getrennt durch bewachte Grenzen und Mauern. Die Verfassung verlangte, dass in der DDR alle Bürger gleichgestellt sind. Was soviel heisst, dass jeder nur gleichviel Wert ist und gleichviel Rechte hat. Der Staat übernahm Grossteile des Privateigentums und verstaatlichte die Wirtschaft. Das bedeutet, dass alle Betriebe und Fabriken aber auch Bauernhöfe, welche Profit daraus schlagen, nicht einem einzelnen, sondern der Gemeinschaft, dem Volk gehören. Es herrschte das Prinzip des Sozialismus. Der Sozialismus ist, falls ihr noch nicht bescheid wisst, eine Weltanschauung. Grundwerte des Sozialismus sind Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Dies SED (die einzig regierende Partei) kontrollierte alle Lebensbereiche der Menschen. Es langte von der Ausbildung der Kleinkinder über die Freizeitgestaltung bis hin zur Arbeitsplatz- und Wohnungszahl. Wer sich der Partei in den Weg stellte, wurde überwacht oder auch verfolgt. Das waren die ausschlagenden Punkte, warum viele geflüchtet sind.















Flucht aus der DDR vor dem Mauerbau (1949-1961):
Dreieinhalb Millionen Menschen flüchten im Jahre 1945 und 1961 aus der Sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR in die Bundesrepublik. Die Gründe, warum sie sich in die Flucht geschlagen haben, waren familiäre Gründe, weil Teile der Familie auf der Westseite gelebt haben. Ausserdem, weil ihnen der Grund und Boden entnommen wurde, weil sie als Christen benachteiligt oder gar verfolgt wurden, weil die Versorgung schlecht war und weil die politische Freiheit immer mehr und mehr verloren ging. Entscheidungen welche die einzige Partei SED traf, wie Rentenkürzungen, Preiserhöhungen für Lebensmittel und schliesslich die Erhöhung der Arbeitsnormen haben dem Volk nicht gefallen. Unter Arbeitsnorm wird verstanden, wie viel Arbeit in einem bestimmten Zeitraum zu leisten war. Am 17. Juni 1953 kam es dann zu einem Volksaufstand. Doch dieser Aufstand wird schnell mithilfe von den Sowjetischen Soldaten und deren Panzern gestoppt.



Nach dieser gescheiterten Demonstration und nach anderen Massnahmen als Strafe von der SED an das Volk, nimmt die Flüchtlingsbewegung drastisch zu. Bereits am 26. Mai 1952 legen militärische Einheiten an die Grenze zur Bundesrepublik mehrere Stacheldrähte an. Auch zahlreiche Strassen zwischen Ost und West werden gesperrt. Doch Trotz diesen erneuten Massnahmen läuft die Flucht über Ost- nach West-Berlin weiter.

Im Dezember 1957 verschärft die SED die Strafgesetze. Wenn man das Land verlassen hat, wurde man strafrechtlich verfolgt und mit einer Haftstrafe zu drei Jahren gefangen gehalten. Versuche oder auch nur Vorbereitungen wurden schon mit dem einsperren in ein Gefängnis bedroht.
Im Sommer 1961 nimmt der Flüchtlingsstrom über Berlin stark zu. Die Flüchtlingsmotive waren; Ablehnung der politischen Entwicklung der DDR und bessere Lebenschancen im Westen.

  

Quelle 1: Ziegler, Wiebke, 
planet-wissen, http://www.planet-wissen.de/geschichte/ddr/das_leben_in_der_ddr/index.html, 25. 4. 2017, 18.35 Uhr.
Quelle 2: Chronik der Mauer, 
http://www.chronik-der-mauer.de/180098/flucht-aus-der-ddr-vor-dem-mauerbau-1949-1961, 25. 4. 2017, 18.45 Uhr.

Inhaltsangabe und Stimmung des Gedicht

In diesem Gedicht geht es hauptsächlich darum, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen ihr Vaterland vermissen. Sie haben Heimweh. Heimweh wird in diesem Gedicht jedoch mit unglücklichen Erinnerungen in Verbindung gebracht. Die Menschen in der Zeit der DDR haben eine schlimme Zeit durchgemacht, welche nicht so schnell vergessen geht.
In der Ersten Strophe wird veranschaulicht, dass das lyrische Ich solche üppigen Dinge wie ein ,,Haus ohne Dach'' (Vers 2) oder ,,ein Garten ohne Baum'' (Vers 3) nicht einmal in der Lage war, zu besitzen. In der zweiten Strophe wird klar, was für ein miserables Leben einige Menschen geführt haben. Sie haben unter schlimmen Lebensverhältnissen leben müssen. Sie schätzen die Grundbedürfnisse des Menschen, was soviel bedeutet wie eine Mahlzeit oder sauberes Wasser. Dies kann man anhand dem Vers sechs ,,Heimweh nach Brot und Pellkartoffeln'' oder dem Vers sieben ,,Wasser ohne Typhus'' gut erkennen.

Grafische Darstellung

Das Gedicht von Christel Ehritt besteht aus zwei Strophen. Es ist ein unregelmässiges Reimschema vorhanden. Der erste und der fünfte Vers enden mit dem selben Wort.

Zur ersten Strophe:
Im ersten Vers können wir zuerst einen Trochäus, welcher kurz zu einem Anapäst wechselt und dann wieder als Trochäus weiterläuft, beobachten. Während dem zweiten Vers kann man einen zwei hebigen Anapäst erkennen. Schauen wir weiter auf den Vers drei bleibt der Anapäst erhalten, wird dann aber unterbrochen, was dann zu einem unregelmässigem Metrum auf Vers drei hinweist. Aus Vers vier kann man anfangs erneut einen Anapäst als Metrum bestimmen doch dann wird er unterbrochen, was dann wieder ein unregelmässiges Metrum aufweist. Die Kadenz ist hier abwechselnd.

Zur zweiten Strophe:
Während des fünften Verses herrscht ein Jambus welcher dann kurz beim sechsten Vers unterbrochen wird, aber dann wieder weitergeht. Wiederholt wird der drei hebige Jambus im Übergang vom sechsten zum siebten Vers unterbrochen, geht dann aber wieder mit einem drei hebigen Jambus weiter. Im achten Vers begegnet man einem kurzen Daktylus, welcher dann aber schnell von einem Trochäus übernommen wird. Es besteht eine weibliche Kadenz.

Die Kadenz über das ganze Gedicht betrachtet, wechselt von Vers zu Vers. Schlussendlich endet es auf einer weiblichen Kadenz.

Stilmittel

(Vers 2): ,,nach dem Haus ohne Dach'' (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen kein Heimweh nach einem Haus haben, welches kein Schutz bietet und welches vielleicht Aufgrund einer Zerstörung nicht mehr besteht.

(Vers 3): ,,nach dem Garten ohne Baum'' (Metapher)
Die Metapher will verdeutlichen, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen kein Heimweh wegen einem Garten haben, welcher vielleicht nicht mehr so schön ist wie zu Beginn. Oder dass sie kein Heimweh, nach einem kahlen Garten hatten.

(Vers 4): ,,nach der Siedlung ohne Nachbarn'' (Metapher)
Es wird veranschaulicht, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen nicht eine Siedlung vermissen,  in der keine Nachbaren wohnen. Eine Siedlung mit Nachbarn, welche aufgezogen und geflüchtet sind.

(Vers 6): ,,nach Brot und Pellkartoffeln'' (Metapher)
Man wird darauf hingewiesen, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen Heimweh nach Brot und Kartoffeln hatten. Das lyrische Ich und seine Mitmenschen vermissen das Hungern in dieser Zeit. Was darauf hinweist, dass sie ein armes Leben hatten, da sie sich nicht mehr, als die einfachsten Dinge, leisten konnten.

(Vers 7): ,,nach Wasser ohne Typhus'' (Metapher)
Man interpretiert daraus, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen mit der Wasserkrankheit Typhus zu kämpfen hatten. Das weist wiederum darauf hin, dass sie Glück haben mussten, um reines Wasser bekommen zu können.

(Vers 8): ,,nach dem Himmel ohne Leuchtspur'' (Metapher)
Aus dieser Metapher kann man herauslesen, dass in der Heimat des lyrischen Ichs und seinen Mitmenschen viel geschossen wurde. Wenn die Menschen aus der DDR flüchten versuchten, haben sie die Soldaten der SED manchmal sogar getötet.

Wann und in welchem Umfeld ist das Gedicht entstanden

Wie schon dokumentiert ist das Gedicht ,,Flüchtlinge'' im Jahre 1970 entstanden. Wenn ich die Zeit mit dem geschichtlichen Geschehen in Verbindung bringe, hat in dieser Zeit die SED ein starkes Regime in der DDR geführt. Man wurde verfolgt oder auch ermordet, hatte man versucht, vor der eigenen ,,Bundesrepublik'' zu flüchten.

Besonderheiten
Anhand der Sprache merkt man, dass das Gedicht nicht besonders alt ist. Mit dem Versen ,,Brot und Pellkartoffeln'' (V. 6), ,,Wasser ohne Typhus'' (V. 7) und ,,Himmel ohne Leuchtspur'' (V. 8) wird veranschaulicht, dass das Gedicht in einer schwierigen Zeit, wie in einer Kriegszeit, verfasst wurde.

In wiefern passt das Gedicht zu meinem Thema?
Das Gedicht passt aus dem Grund so gut zu meinem Thema, weil es eine lange Zeitspanne einer Flüchtlingssituation zeigt. Anhand der zweiten Strophe erkennt man, wie sehr die Menschen in dieser Zeit gelitten haben und wie sie nur noch auf die Grundbedürfnisse angewiesen waren. Durch die Flucht waren sie zwar erlöst, schauten aber immer noch zurück auf ihre Heimat. Sie haben vieles, was ihnen wichtig war, zurücklassen müssen. Sie sind an diesem Ort aufgewachsen und haben dort vieles erlebt. Das sind Gründe , warum einem die Flucht vor dem eigenen Vaterland sicherlich schwer fällt.

Wodurch/Wie wird das Thema veranschaulicht

Das ganze Thema handelt um die Flucht vor dem Vaterland, wie der Titel schon verrät. Meine fünf Gedichte passen deshalb so gut dazu, weil sie alle eine Flüchtlingssituation gut hinüberbringen können. Durch diese Gedichte und den Poetry-Slam wird dem Leser oder der Leserin vermittelt, wie sich die Menschen fühlten und litten. Ich finde ebenfalls, dass alle Gedichte, die ich euch hier vorgestellt habe, zum nachdenken anregen.
Während dem Bearbeiten habe ich mir gedacht; Was wäre, wenn ich in dieser Zeit geboren wäre? Wie würde ich damit umgehen? Ich wollte dieses Thema auch deshalb bearbeiten, damit ich den Menschen zeigen kann, wie schön es wir eigentlich haben. Wir sollten unser Leben in vollen Zügen geniessen.



Montag, 20. März 2017

Gedicht IV

Nun komme werde ich euch mein letztes Gedicht, welches ich für dieses Projekt gewählt habe, präsentieren. Es ist erneut ein Gedicht von Rose Ausländer. Dieses Gedicht ist einwenig abstrakt aber auch kreativ geschrieben. Der Inhalt erzählt eine kurze Geschichte über eine anspruchsvolle Flucht. 


Auf der Flucht
übernachten
im Sternenlager

Kein Heim
keine Tonne

Am Kai
stehen Schiffe

Länder in der
Tasche
Kupferfliegen
auf der Haut

Das Gold
begraben im Berg

Wir haben
Steppen und Ozeane

Wellen und Hagel
kein Heim

keine Tonne

(Rose Ausländer, 11.05 .1901)

Quelle: Braun, Helmut (Hrsg.), Rose Ausländer, Gedichte, Fischer Klassik, Frankfurt am Main 2009, S. 188-189. 

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Die Lyrikanalyse

Titel des Gedichts und der Autor:
,,Auf der Flucht’’ geschrieben von Rose Ausländer

Grafische Darstellung:
Bei diesem Gedicht ist kein Reimschema vorhanden. Das Gedicht besteht aus zwei Strophen. Auch hier wechselt das Metrum von Vers zu Vers. Im ersten und zweiten Vers ist ein Anapäst vorhanden welcher auch in die dritte Verse fliesst. Dort wird er jedoch von einem Jambus behindert. Beim Vers vier bis sieben bleibt der Anapäst erhalten. Wird dann aber im Vers 8 von einem unregelmässigen Metrum gestoppt. Beim Vers neun bis zwölf besteht ein Trochäus, welcher aber dann aber im Vers 13 kurz unterbrochen wird. Vers 14 besteht erneut von einem Trochäus. Bei Vers 15 erkenne wir ein unregelmässiges Metrum. Vers 16-18 ist mit einem Daktylus bestückt und über das Gedicht verläuft eine von Vers zu Vers wechselnde Kadenz.

Datum der Entstehung:
11.05 .1901

Stilmittel:
(Vers 2-3): ,,übernachten im Sternenlager“ (Einfaches Bild)
Der Autor möchte das Gesagte mit dem einfachen Bild veranschaulichen uns beim Leben eine bildliche Vorstellung hervorrufen. Im Flüchtlingslager, indem sich das lyrische Ich befindet oder einmal befunden hat, gab es viele Sterne zu sehen. 

(Vers 4-5 und Vers 17-18): ,,Kein Heim, keine Tonne“ (Metapher) 
Es könnte darauf hin deuten, dass die Menschen nicht mal einen einfachsten Schutz vor dem Kriege hatten. Sie hatten kein Zuhause und reisten von Ort zu Ort. 

(Vers 14-15): ,,Wir haben Steppen und Ozeane“ (Metapher)
Mit dem Vers möchte man verdeutlichen, dass sie noch einen sehr langen Fluchtweg vor sich haben aber nicht zurückschauen und aufgeben dürfen. 

(Vers 12-13): ,,Das Gold begraben im Berg'' (Metapher)

Meiner Meinung nach, will diese Metapher uns sagen, dass die Flüchtlinge, alles was sie besassen, zurücklassen mussten also ,,begraben'' mussten.

(Vers 8-9): ,,Länder in der Tasche'' (Metapher) 
Die Metapher ,,Die Länder in der Tasche'' könnte auf eine Karte, die das lyrische Ich und seine Mitmenschen bei sich tragen, hindeuten. Oder es könnte eine Liste verschiedener Länder sein, die sie bereisen möchten.






Gedicht III

Mit diesem Gedicht wollte ich euch zeigen, dass die Autorin Rose Ausländer mit wenigen Zeilen ein schönes Gedicht zustande gebracht hat. 
Rose Ausländer möchte durch dieses Gedicht zeigen, dass es auf der Welt viele schöne Orte gibt, in welche man auswandern oder je nach Vorstellung flüchten kann, wenn diese Möglichkeit besteht.  Nur leider fällt dem lyrischen Ich die Wahl schwer.

Heimatlos

Mit meinem Seidenkoffer
reise ich in die Welt
Ein Land nüchtern
eines toll
Die Wahl fällt mir schwer 
ich bleibe heimatlos

(Rose Ausländer, 11.05.1901)

Quelle: Braun, Helmut (Hrsg.), Rose Ausländer, Gedichte, Fischer Taschenbibliothek, Frankfurt am Main, 2015, S. 264.

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Die Lyrikanalyse

Titel des Gedichts und der Autor:
,,Heimatslos’’ geschrieben von Rose Ausländer

Grafische Darstellung:
Bei diesem Gedicht spricht man von einem unregelmässiges Reimschema.
Das Metrum verändert sich hier öfters. In der ersten Verse erkennt man einen drei hebigen Jambus. Der Jambus bleibt in der zweiten Verse, wird jedoch von einem Anapäst unterbrochen. Bei dem dritten Vers ist kein Metrum bestimmbar. Weiter geht es bei der vierten Verse mit einem Jambus welcher bis in die fünfte Verse einfliesst jedoch aber erneut von einem Anapäst unterbrochen wird. Bei der letzten Verse fängt es wieder mit einem Jambus an jedoch wird er von einem Daktylus gestört. Das Gedicht enthält eine abwechselnde Kadenz.

Datum der Entstehung:
11.05.1901

Stilmittel:
(Vers 1): ,,Mit meinem Seidenkoffer'' (Metapher)
Das lyrische hat das wertvollste, was er besitzt, auf seinen Weg mitgenommen. Seide ist ein wertvoller Stoff und steht für etwas kostbares. 

(Vers 2): ,,reise ich in die Welt“ (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich, aus meiner Sicht interpretiert, seine neue Heimat verlassen hat um die vielen verschiedenen Orte auf der Welt zu erkunden um sich dann schlussendlich für einen Ort als neue Heimat zu entscheiden.


(Vers 3): ,,ein Land nüchtern(Personifikation)
Wir als Menschen können nüchtern sein aber das Land kann das nicht. Man kann dem Land menschliche Eigenschaften zuordnen. Mit dieser Personifikation könnte gemeint sein, dass sich das lyrische Ich ein Land vorstellt, in welchem es friedlich zu und her geht und indem die Menschen geordnet leben. Ein guter Grund um diesen Ort aus Heimat zu wählen. Das Gedicht ist aber nicht rein positiv. Man könnte daraus auch interpretieren, dass das Land und die Menschen, die dort leben, keine Gefühle haben und kalt sind.


Gedicht II

Der Autor Klaus Merz ist ein Verdichter der Sprache und des Lebens. Seine Texte kreisten meist um Erinnerungsfetzen und beiläufige Beobachtungen. Ich finde, dass sich in seinen Gedichten, die Welt immer um ein kleines Stück verwandelt. Dieses Gedicht habe ich unter anderem aufgrund der sehr neuen und modernen Entstehung und Herausgabe gewählt. So kann man die Gedichte, welche ich euch auf meinem Blog vorstellen werde, vergleichen.

Migration
   
An seinen Fingern
zählt der Enkel
die Planeten ab.

Saturn wollen wir
bewohnen, er dient
uns auch als Karussell.

Grau und geringelt züngelt
unser Haar durchs All
wir schauen mild

zurück auf unsere enge
Heimat, halten einander
bei der Hand.

Quelle: Haymon (Hrsg.), Klaus Merz, Helios Transport, Gedichte, Auflage 2, 2016, S. 76.

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Die Lyrikanalyse 

Gedicht I

Titel des Gedichts und der Autor:
,,Migration’’geschrieben von Klaus Merz

Grafische Darstellung:
Es ist unregelmässiges Reimschema vorhanden. Das Metrum des Gedichts ist vorwiegend regelmässig bestückt mit dem Metrentyp Jambus. Es bestehen zwei Ausnahmen (Vers 5, 7 und 11). Das Gedicht ist mit einer wechselnden Kadenz bestückt.

Datum der Entstehung:
Im Jahr 2016

Stilmittel:
(Vers 1-3): ,,An seinen Fingern zählt der Enkel die Planeten ab(Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich überlegt, an welchen Ort er oder sie flüchten möchte, da ihm mehrere Möglichkeiten zu verfügung stehen.
                  
(Vers 4-6): ,,Saturn wollen wir bewohnen, er dient uns auch als Karussell“ (Metapher)
Meiner Meinung nach steht Saturn für den Dreh und Angelpunkt des Lyrischen Ichs.

(Vers 7-8): ,,Grau und geringelt züngelt unser Haar durchs Land“ (Personifikation) 
Damit will das lyrische Ich aus meiner Sicht andeuten, dass sie schon so lange unterwegs auf der Flucht sind, dass die Haare sogar grau wurden. Das lyrische Ich ist in all den Jahren älter geworden. 

(Vers 9-10): ,,Wir schauen mild zurück auf unsere enge Heimat (Metapher)
Da ist gemeint, dass das das lyrische Ich und seine Freunde oder Bekannte an die von ihnen verlassene Heimat zurückschauen, welche deshalb so klein war, da vielleicht während des Krieges viele Gebiete zerstört wurden und ihre Heimat sich dadurch so verkleinert hat, dass sie kaum mehr wussten, wo sie in Sicherheit leben können. 

(Vers 10-11): ,,Halter einander bei der Hand'' (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen zusammenhalten. Sie unterstützen einander und sind für einander da. Sie können ihre Sorgen und Wünsche miteinander teilen und haben ausserdem einen engen Bezug zueinander, da sie alle das gleiche durchmachen und da alle vom gleichen Schicksaal getroffen wurden.



Donnerstag, 9. März 2017

Gedicht I

Ich habe dieses Gedicht gewählt, weil es einen Einblick in die Flüchtlingssituation der Menschen in der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (1949-1990), gewährt.
Heutzutage beschäftigen wir uns mehrfach mit der aktuellen Flüchtlingssituation und nehmen die, welche schon vergangenen ist, weniger stark war.
Auch damals haben die Menschen stark darunter gelitten, die Familien teilweise und alles was sie besassen, zu verlassen.


Flüchtlinge

Wir hatten nicht Heimweh
nach dem Haus ohne Dach,
nach dem Garten ohne Baum,
nach der Siedlung ohne Nachbarn.

Wir hatten Heimweh
nach Brot und Pellkartoffeln
nach Wasser ohne Typhus
und einen Himmel ohne Leuchtspur.

(Christel Ehritt, 1970)


Quelle: Arnold, Heinz Ludwig und Korte, Hermann (Hrsg.), Christel Ehritt, Lyrik der DDR, Frankfurt am Main 2009, S. 184.

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Die Lyrikanalyse 

Zur Lyrikanalyse komme ich bei diesem einen Gedicht erst später, da ich dieses Gedicht von Christel Ehritt als mein Hauptgedicht hier auf meinem Blog ausgewählt habe. Ich werde dieses Gedicht genauer unter die Lupe nehmen und mich stärker damit befassen. Ihr werdet viel über die jeweilige Zeit, in der das Gedicht ,,Flüchtlinge'' geschrieben wurde, erfahren.



Donnerstag, 2. März 2017

Poetry Slam

Ich habe diesen Poetry-Slam-Text gewählt, da dieses Video, als ich es mir das erste mal angeschaut habe, viele Emotionen in mir ausgelöst hat. Ich fand es wahnsinnig eindrücklich, wie real die beiden Autoren und Vortragende die Flüchtlingssituation übermitteln konnten. Alltäglich werden wir mit dem Thema konfrontiert. Worauf es aber ankommt ist, wie man uns dies überbringt. Und meiner Meinung nach, habe die beiden dies grandios gemeistert.

Poetry Slam
RebellComedy präsentiert: ,,Hinter uns mein Land"
Verfasst: 25.12.2015


Quelle: Babak, Ghassim und Usama, Elias, Hinter uns mein Land, https://www.youtube.com/watch?v=IQBncz9RmqA, 26. 1. 2017, 11.33 Uhr.

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Die Lyrikanalyse

Bei der Lyrikanalyse werde ich bei jedem meiner Gedichte meine lyrischen Texte auf Genaueres untersuchen und diese in Kategorien einteilen.

Titel des Gedichts und die Autoren:
„Hinter uns mein Land’’ vorgetragen von RebellComedy (Babak Ghassim und Usama Elyas) 

Grafische Darstellung:
Es handelt sich um einen Poetryslam. Ebenfalls zu beachten ist, dass anbei kein Text vorliegt. Deshalb ist es schwierig, die Strophen und Verse zu bestimmen. Da es ein Fliesstext ist, beinhaltet er keine Reime. Das Metrum ist unregelmässig. 

Datum der Entstehung:
Es wurde am 25. Dezember 2015 verfasst.

Stilmittel:
,,Radios, die gequälte Töne trotzdem wie Melodien raustragen" (Metapher)
Damit ist gemeint, dass die Radios, welche schlimme Nachrichten über die Kriegssituation aussenden, trotzdem noch Hoffnung eines vollständigen und hoch ersehnten Ende des Krieges ausstrahlen.  

,,Uns dem Meer übergeben" (Metapher)
Daraus interpretiert man, dass die Menschen, welche mit diesen bekannten grossen Boten über die Meere flüchten, manchmal auch unglücklich im Meer ertrinken können. 

,,Als wär unser Boot das Herz aller Dinge" (Vergleich)
Man zieht aus dieser Metapher, dass für die Flüchtlinge ein sicheres Boot zum Überqueren des Meeres sehr wichtig ist. Sie sind vom Boot abhängig und werden auch davon beeinflusst unter der Tatsache; Wenn es sinkt, sinken wir auch.


,,Gebete sind unsere Segel" (Metapher) 
Es handelt sich um zwei unverbundene Bereiche. Es deutet darauf hin, dass man mit den Gebeten ans Ziel gelangt oder dass die Gebete das lyrische Ich in die Freiheit führen.

,,Im Exil angekommen aber die Heimaterde nimmt man an den Schuhsolen mit'' (Metapher)
Man interpretiert daraus, dass man die Erinnerungen aus der Heimat mitnimmt und diese nicht sehr schnell in Vergessenheit gehen. Man ist zwar froh am Ziel zu sein, ist aber trotzdem traurig, das Vaterland verlassen haben zu müssen.