Montag, 20. März 2017

Gedicht IV

Nun komme werde ich euch mein letztes Gedicht, welches ich für dieses Projekt gewählt habe, präsentieren. Es ist erneut ein Gedicht von Rose Ausländer. Dieses Gedicht ist einwenig abstrakt aber auch kreativ geschrieben. Der Inhalt erzählt eine kurze Geschichte über eine anspruchsvolle Flucht. 


Auf der Flucht
übernachten
im Sternenlager

Kein Heim
keine Tonne

Am Kai
stehen Schiffe

Länder in der
Tasche
Kupferfliegen
auf der Haut

Das Gold
begraben im Berg

Wir haben
Steppen und Ozeane

Wellen und Hagel
kein Heim

keine Tonne

(Rose Ausländer, 11.05 .1901)

Quelle: Braun, Helmut (Hrsg.), Rose Ausländer, Gedichte, Fischer Klassik, Frankfurt am Main 2009, S. 188-189. 

____________________________________________________________________________________________________


Die Lyrikanalyse

Titel des Gedichts und der Autor:
,,Auf der Flucht’’ geschrieben von Rose Ausländer

Grafische Darstellung:
Bei diesem Gedicht ist kein Reimschema vorhanden. Das Gedicht besteht aus zwei Strophen. Auch hier wechselt das Metrum von Vers zu Vers. Im ersten und zweiten Vers ist ein Anapäst vorhanden welcher auch in die dritte Verse fliesst. Dort wird er jedoch von einem Jambus behindert. Beim Vers vier bis sieben bleibt der Anapäst erhalten. Wird dann aber im Vers 8 von einem unregelmässigen Metrum gestoppt. Beim Vers neun bis zwölf besteht ein Trochäus, welcher aber dann aber im Vers 13 kurz unterbrochen wird. Vers 14 besteht erneut von einem Trochäus. Bei Vers 15 erkenne wir ein unregelmässiges Metrum. Vers 16-18 ist mit einem Daktylus bestückt und über das Gedicht verläuft eine von Vers zu Vers wechselnde Kadenz.

Datum der Entstehung:
11.05 .1901

Stilmittel:
(Vers 2-3): ,,übernachten im Sternenlager“ (Einfaches Bild)
Der Autor möchte das Gesagte mit dem einfachen Bild veranschaulichen uns beim Leben eine bildliche Vorstellung hervorrufen. Im Flüchtlingslager, indem sich das lyrische Ich befindet oder einmal befunden hat, gab es viele Sterne zu sehen. 

(Vers 4-5 und Vers 17-18): ,,Kein Heim, keine Tonne“ (Metapher) 
Es könnte darauf hin deuten, dass die Menschen nicht mal einen einfachsten Schutz vor dem Kriege hatten. Sie hatten kein Zuhause und reisten von Ort zu Ort. 

(Vers 14-15): ,,Wir haben Steppen und Ozeane“ (Metapher)
Mit dem Vers möchte man verdeutlichen, dass sie noch einen sehr langen Fluchtweg vor sich haben aber nicht zurückschauen und aufgeben dürfen. 

(Vers 12-13): ,,Das Gold begraben im Berg'' (Metapher)

Meiner Meinung nach, will diese Metapher uns sagen, dass die Flüchtlinge, alles was sie besassen, zurücklassen mussten also ,,begraben'' mussten.

(Vers 8-9): ,,Länder in der Tasche'' (Metapher) 
Die Metapher ,,Die Länder in der Tasche'' könnte auf eine Karte, die das lyrische Ich und seine Mitmenschen bei sich tragen, hindeuten. Oder es könnte eine Liste verschiedener Länder sein, die sie bereisen möchten.






Gedicht III

Mit diesem Gedicht wollte ich euch zeigen, dass die Autorin Rose Ausländer mit wenigen Zeilen ein schönes Gedicht zustande gebracht hat. 
Rose Ausländer möchte durch dieses Gedicht zeigen, dass es auf der Welt viele schöne Orte gibt, in welche man auswandern oder je nach Vorstellung flüchten kann, wenn diese Möglichkeit besteht.  Nur leider fällt dem lyrischen Ich die Wahl schwer.

Heimatlos

Mit meinem Seidenkoffer
reise ich in die Welt
Ein Land nüchtern
eines toll
Die Wahl fällt mir schwer 
ich bleibe heimatlos

(Rose Ausländer, 11.05.1901)

Quelle: Braun, Helmut (Hrsg.), Rose Ausländer, Gedichte, Fischer Taschenbibliothek, Frankfurt am Main, 2015, S. 264.

____________________________________________________________________________________________________


Die Lyrikanalyse

Titel des Gedichts und der Autor:
,,Heimatslos’’ geschrieben von Rose Ausländer

Grafische Darstellung:
Bei diesem Gedicht spricht man von einem unregelmässiges Reimschema.
Das Metrum verändert sich hier öfters. In der ersten Verse erkennt man einen drei hebigen Jambus. Der Jambus bleibt in der zweiten Verse, wird jedoch von einem Anapäst unterbrochen. Bei dem dritten Vers ist kein Metrum bestimmbar. Weiter geht es bei der vierten Verse mit einem Jambus welcher bis in die fünfte Verse einfliesst jedoch aber erneut von einem Anapäst unterbrochen wird. Bei der letzten Verse fängt es wieder mit einem Jambus an jedoch wird er von einem Daktylus gestört. Das Gedicht enthält eine abwechselnde Kadenz.

Datum der Entstehung:
11.05.1901

Stilmittel:
(Vers 1): ,,Mit meinem Seidenkoffer'' (Metapher)
Das lyrische hat das wertvollste, was er besitzt, auf seinen Weg mitgenommen. Seide ist ein wertvoller Stoff und steht für etwas kostbares. 

(Vers 2): ,,reise ich in die Welt“ (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich, aus meiner Sicht interpretiert, seine neue Heimat verlassen hat um die vielen verschiedenen Orte auf der Welt zu erkunden um sich dann schlussendlich für einen Ort als neue Heimat zu entscheiden.


(Vers 3): ,,ein Land nüchtern(Personifikation)
Wir als Menschen können nüchtern sein aber das Land kann das nicht. Man kann dem Land menschliche Eigenschaften zuordnen. Mit dieser Personifikation könnte gemeint sein, dass sich das lyrische Ich ein Land vorstellt, in welchem es friedlich zu und her geht und indem die Menschen geordnet leben. Ein guter Grund um diesen Ort aus Heimat zu wählen. Das Gedicht ist aber nicht rein positiv. Man könnte daraus auch interpretieren, dass das Land und die Menschen, die dort leben, keine Gefühle haben und kalt sind.


Gedicht II

Der Autor Klaus Merz ist ein Verdichter der Sprache und des Lebens. Seine Texte kreisten meist um Erinnerungsfetzen und beiläufige Beobachtungen. Ich finde, dass sich in seinen Gedichten, die Welt immer um ein kleines Stück verwandelt. Dieses Gedicht habe ich unter anderem aufgrund der sehr neuen und modernen Entstehung und Herausgabe gewählt. So kann man die Gedichte, welche ich euch auf meinem Blog vorstellen werde, vergleichen.

Migration
   
An seinen Fingern
zählt der Enkel
die Planeten ab.

Saturn wollen wir
bewohnen, er dient
uns auch als Karussell.

Grau und geringelt züngelt
unser Haar durchs All
wir schauen mild

zurück auf unsere enge
Heimat, halten einander
bei der Hand.

Quelle: Haymon (Hrsg.), Klaus Merz, Helios Transport, Gedichte, Auflage 2, 2016, S. 76.

____________________________________________________________________________________________________


Die Lyrikanalyse 

Gedicht I

Titel des Gedichts und der Autor:
,,Migration’’geschrieben von Klaus Merz

Grafische Darstellung:
Es ist unregelmässiges Reimschema vorhanden. Das Metrum des Gedichts ist vorwiegend regelmässig bestückt mit dem Metrentyp Jambus. Es bestehen zwei Ausnahmen (Vers 5, 7 und 11). Das Gedicht ist mit einer wechselnden Kadenz bestückt.

Datum der Entstehung:
Im Jahr 2016

Stilmittel:
(Vers 1-3): ,,An seinen Fingern zählt der Enkel die Planeten ab(Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich überlegt, an welchen Ort er oder sie flüchten möchte, da ihm mehrere Möglichkeiten zu verfügung stehen.
                  
(Vers 4-6): ,,Saturn wollen wir bewohnen, er dient uns auch als Karussell“ (Metapher)
Meiner Meinung nach steht Saturn für den Dreh und Angelpunkt des Lyrischen Ichs.

(Vers 7-8): ,,Grau und geringelt züngelt unser Haar durchs Land“ (Personifikation) 
Damit will das lyrische Ich aus meiner Sicht andeuten, dass sie schon so lange unterwegs auf der Flucht sind, dass die Haare sogar grau wurden. Das lyrische Ich ist in all den Jahren älter geworden. 

(Vers 9-10): ,,Wir schauen mild zurück auf unsere enge Heimat (Metapher)
Da ist gemeint, dass das das lyrische Ich und seine Freunde oder Bekannte an die von ihnen verlassene Heimat zurückschauen, welche deshalb so klein war, da vielleicht während des Krieges viele Gebiete zerstört wurden und ihre Heimat sich dadurch so verkleinert hat, dass sie kaum mehr wussten, wo sie in Sicherheit leben können. 

(Vers 10-11): ,,Halter einander bei der Hand'' (Metapher)
Das bedeutet, dass das lyrische Ich und seine Mitmenschen zusammenhalten. Sie unterstützen einander und sind für einander da. Sie können ihre Sorgen und Wünsche miteinander teilen und haben ausserdem einen engen Bezug zueinander, da sie alle das gleiche durchmachen und da alle vom gleichen Schicksaal getroffen wurden.



Donnerstag, 9. März 2017

Gedicht I

Ich habe dieses Gedicht gewählt, weil es einen Einblick in die Flüchtlingssituation der Menschen in der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (1949-1990), gewährt.
Heutzutage beschäftigen wir uns mehrfach mit der aktuellen Flüchtlingssituation und nehmen die, welche schon vergangenen ist, weniger stark war.
Auch damals haben die Menschen stark darunter gelitten, die Familien teilweise und alles was sie besassen, zu verlassen.


Flüchtlinge

Wir hatten nicht Heimweh
nach dem Haus ohne Dach,
nach dem Garten ohne Baum,
nach der Siedlung ohne Nachbarn.

Wir hatten Heimweh
nach Brot und Pellkartoffeln
nach Wasser ohne Typhus
und einen Himmel ohne Leuchtspur.

(Christel Ehritt, 1970)


Quelle: Arnold, Heinz Ludwig und Korte, Hermann (Hrsg.), Christel Ehritt, Lyrik der DDR, Frankfurt am Main 2009, S. 184.

____________________________________________________________________________________________________


Die Lyrikanalyse 

Zur Lyrikanalyse komme ich bei diesem einen Gedicht erst später, da ich dieses Gedicht von Christel Ehritt als mein Hauptgedicht hier auf meinem Blog ausgewählt habe. Ich werde dieses Gedicht genauer unter die Lupe nehmen und mich stärker damit befassen. Ihr werdet viel über die jeweilige Zeit, in der das Gedicht ,,Flüchtlinge'' geschrieben wurde, erfahren.



Donnerstag, 2. März 2017

Poetry Slam

Ich habe diesen Poetry-Slam-Text gewählt, da dieses Video, als ich es mir das erste mal angeschaut habe, viele Emotionen in mir ausgelöst hat. Ich fand es wahnsinnig eindrücklich, wie real die beiden Autoren und Vortragende die Flüchtlingssituation übermitteln konnten. Alltäglich werden wir mit dem Thema konfrontiert. Worauf es aber ankommt ist, wie man uns dies überbringt. Und meiner Meinung nach, habe die beiden dies grandios gemeistert.

Poetry Slam
RebellComedy präsentiert: ,,Hinter uns mein Land"
Verfasst: 25.12.2015


Quelle: Babak, Ghassim und Usama, Elias, Hinter uns mein Land, https://www.youtube.com/watch?v=IQBncz9RmqA, 26. 1. 2017, 11.33 Uhr.

_________________________________________________________________________


Die Lyrikanalyse

Bei der Lyrikanalyse werde ich bei jedem meiner Gedichte meine lyrischen Texte auf Genaueres untersuchen und diese in Kategorien einteilen.

Titel des Gedichts und die Autoren:
„Hinter uns mein Land’’ vorgetragen von RebellComedy (Babak Ghassim und Usama Elyas) 

Grafische Darstellung:
Es handelt sich um einen Poetryslam. Ebenfalls zu beachten ist, dass anbei kein Text vorliegt. Deshalb ist es schwierig, die Strophen und Verse zu bestimmen. Da es ein Fliesstext ist, beinhaltet er keine Reime. Das Metrum ist unregelmässig. 

Datum der Entstehung:
Es wurde am 25. Dezember 2015 verfasst.

Stilmittel:
,,Radios, die gequälte Töne trotzdem wie Melodien raustragen" (Metapher)
Damit ist gemeint, dass die Radios, welche schlimme Nachrichten über die Kriegssituation aussenden, trotzdem noch Hoffnung eines vollständigen und hoch ersehnten Ende des Krieges ausstrahlen.  

,,Uns dem Meer übergeben" (Metapher)
Daraus interpretiert man, dass die Menschen, welche mit diesen bekannten grossen Boten über die Meere flüchten, manchmal auch unglücklich im Meer ertrinken können. 

,,Als wär unser Boot das Herz aller Dinge" (Vergleich)
Man zieht aus dieser Metapher, dass für die Flüchtlinge ein sicheres Boot zum Überqueren des Meeres sehr wichtig ist. Sie sind vom Boot abhängig und werden auch davon beeinflusst unter der Tatsache; Wenn es sinkt, sinken wir auch.


,,Gebete sind unsere Segel" (Metapher) 
Es handelt sich um zwei unverbundene Bereiche. Es deutet darauf hin, dass man mit den Gebeten ans Ziel gelangt oder dass die Gebete das lyrische Ich in die Freiheit führen.

,,Im Exil angekommen aber die Heimaterde nimmt man an den Schuhsolen mit'' (Metapher)
Man interpretiert daraus, dass man die Erinnerungen aus der Heimat mitnimmt und diese nicht sehr schnell in Vergessenheit gehen. Man ist zwar froh am Ziel zu sein, ist aber trotzdem traurig, das Vaterland verlassen haben zu müssen.